Router

Welcher Router ist der richtige? Wir geben die Antwort!

Die Deutsche Glasfaser bietet bei Vertragsabschluß einen Router zum günstigen Kaufpreis von rund 40,-€ an. Der sogenannte DG-Router. Darüberhinaus steht es jedem frei, auch einen eigenen Router seiner wahl einzusetzen. Doch welche Lösung ist für wen die richtige? Welche bereits vorhandenen Router können weitergenutzt werden, welche nicht und warum? Was muss der Router eigentlich können? Wir wollen Licht ins dunkle bringen und ein paar Vorschläge machen.

Zunächst fangen wir mal damit an, was der eingesetzte Router eigentlich alles können muss, damit er sinnvoll am Glasfaseranschluß der Deutschen Glasfaser eingesetzt werden kann.

Im Privathaushalt gehen die Geräte entweder per Netzwerkkabel oder per WLAN ins Internet. Ebenso wird die Verbindung zwischen Router und Glasfasermodem per Netzwerkkabel hergestellt.

In einem kabelgebundenem Netzwerk gibt es per Standard definierte fixe Geschwindigkeiten. Im Privathaushalt sind das heute 100MBit/s und 1GBit/s (Fast Ethernet 100/1000). Da ein Glasfaseranschluß Geschwindigkeiten von 100MBit/s und mehr bereitstellt, sollten alle Netzwerkanschlüße des Routers mit 1GBit/s arbeiten, damit die hohe Geschwindigkeit die ankommt, auch im Haus genutzt werden kann.

Beim WLAN gibt es ebenfalls verschiedene Standards, welche verschiedene Bruttoübertragungsraten definieren.
Hier sollte es mindestens der Standard "n" sein, welcher eine Bruttoübertragungsrate von 300MBit/s leistet. Die meisten aktuellen WLAN-fähigen Router, welche die oben genannten Kriterien erfüllen, sollten jedoch mindestens diesen Standard (eher besser) mitbringen, weshalb dies bei Neugeräten vernachlässigt werden kann.

So viel zur Geschwindigkeit.

Man sollte wissen, dass ein Router ganz einfach gesagt erstmal nichts anderes ist als ein Gerät, welches zwischen zwei getrennten Netzwerken vermittelt. Hat man zu Hause einen DSL-Anschluß, so hat man in der Regel einen DSL-Router. Das ist ein Router mit eingebautem DSL-Modem. Möchte man ein solches Gerät weiterbenutzen, so muss der Router in der Lage sein, sein eingebautes Modem zu ignorieren und stattdessen die Verbindung über einen seiner Netzwerkports herzustellen. Bei vielen Geräten kann man dieses einfach einstellen. Einen speziellen Glasfaser-Router benötigt man nicht, da das Glasfaser-Modem zum Anschluß der Deutschen Glasfaser gehört und somit schon vorhanden ist.

Möchte man nun noch seine vorhandenen Telefone (Analog oder ISDN) weiternutzen, so muss der Router auch eine integrierte VoIP-Telefonanlage haben. Dann hat er auch die passenden Anschlüße für die vorhandenen Telefone. VoIP bedeutet Voice over Internet Protocoll - Also die Telefonie übers Internet. Die Alternative zur VoIP-Telefonanlage sind VoIP-Telefone. Diese haben aber wohl die wenigsten zu Hause.

Zuguterletzt muss der Router noch IPv6 sprechen können. Vielleicht hat der ein oder andere schonmal davon gehört, dass die IP-Adressen im Internet knapp werden. Das betrifft die Adressen nach dem Standard IPv4. Der Nachfolger von IPv4 ist IPv6. Wir wollen hier gar nicht ins Detail gehen. Vergleichen sie die IP-Adresse einfach mit ihrer Telefonnummer. Früher gab es 4-stellige Rufnummen. Die Anzahl der verschiedenen Rufnummern war also begrenzt. Um dem entgegenzuwirken gibt es heute Rufnummern mit einer Vielzahl an Stellen. So ungefähr verhält es sich auch mit IPv4 und IPv6. Aktuelle moderne Router können damit umgehen, wir wollten es nur der Vollständigkeit wegen erwähnen.

So viel zur Theorie. Was heißt das nun in der Praxis?

Wenn ihr Router alle diese Kriterien erfüllt, dann können sie ihn bedenkenlos weiternutzen und müssen kein neues Gerät kaufen.

Nutzen sie eine Fritzbox so brauchen sie sich ebenfalls in 95% der Fälle keine Sorgen machen. Ist ihre Fritzbox schon älter, so wird sie wahrscheinlich noch Netzwerkanschlüße mit 100MBit/s haben. Das ist erstmal nicht dramatisch, sondern für einen Glasfaseranschluß mit 100MBit/s ausreichend. Für die Zukunft sollten sie jedoch über einen Neukauf nachdenken. Der Glasfaseranschluß kann ein Vielfaches dieser Bandbreite leisten.

Nutzen sie einen Speedport der Deutschen Telekom, so kann dieser leider nicht mehr weitergenutzt werden. Der Speedport ist nicht in der Lage sein DSL-Modem zu ignorieren und kann daher nur am DSL-Anschluß betrieben werden.

***UPDATE Speedport***

Diese Aussage betrifft einen Großteil der letzten Modelle aus der Speedport-Reihe. Allerdings bietet auch die Telekom in wenigen Gebieten echte Glasfaseranschlüße an, welche sie ebenfalls mit einem Glasfasermodem abschliesst. So, wie es auch die Deutsche Glasfaser macht. Die aktuellsten Modelle Speedport W724V, Speedport W922V und Speedport Smart lassen sich hinter einem Modem betreiben und bieten hierfür sogar einen separaten Anschluß. Wer also einen der vorgannten Speedport sein Eigen nennt und nicht gemietet hat, müsste diesen laut Bedienungsanleitung auch bei der Deutschen Glasfaser weiternutzen können. Mangels Testgerät können wir dieses allerdings nicht verifzieren! Die Aussage der Deutsche Glasfaser lautet: Wenn man kein Fachmann ist, besser die Finger davon lassen.

Haben sie einen anderen Router, so müssen die Vorraussetzungen individuell geprüft werden.

Für wen ist der DG-Router das richtige Gerät?

Für alle, mit "normalen" Ansprüchen.
Sie möchten im Internet surfen und mit einem analogen Telefon und einer Rufnummer telefonieren.

Alle die mehr wollen, sollten über ein anderes Geräte nachdenken.

Dazu gehören z.B. mehrere Rufnummern und Telefonleitungen, ISDN-Telefone/-Anlagen, Freigabe von Druckern und Daten im Netzwerk, E-Mail-Fax, integrierter Anrunfbeantworter, Gäste-WLAN, etc...

Hier mal ein paar Vorschläge zu aktuellen Geräten, welche allesamt genutzt werden können. Mit einem Klick auf die Bilder, gelangt man zur Hersteller-Homepage.

Die Fritzbox von AVM ist wohl in Deutschland der bekannteste und weitverbreiteste Router. Die Fritzbox ist ein wahres Multitalent und lässt funktional keine Wünsche offen. Zudem hat sie eine einfache und selbsterklärende Benutzeroberfläche. Die unterschiedlichen Modelle unterscheiden sich hauptsächlich in den zur Verfügung gestellten Anschlüßen. Wir haben drei aktuelle Modelle rausgesucht:

 

Wer immer gerne das Neuste vom Neusten zu Hause hat, der kommt an der Fritzbox 7580 nicht vorbei. Die Königin der Fritzboxen ist mit ca. 289,-€ allerdings kein Schnäppchen, bietet dafür aber auch alles was das Enthusiastenherz begeehrt.

 

Der Vorgänger ist die Fritzbox 7490. Dieses Modell ist technisch gesehen nicht schlechter und absolut ausreichend, sofern man nicht immer das Neuste braucht. Sie ist zum Preis von rund 189,-€ zu haben.

 

Wer keine ISDN-Geräte hat und mit einem anlagogen Telefonanschluß auskommt, der sollte sich die Fritzbox 7560 für rund 179,-€ anschauen.Das ist die kleine Schwester des aktuellen Topmodells 7580.

 

Wer lieber eine preiswertere Alternative zur Fritzbox sucht, findet im TP-Link Archer VR900v ein solides Gerät mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis. Der Funktionsumfang ist ähnlich.

 

Wer kein Telefon hat, bzw. wer bereits VoIP-Telefone einsetzt, der kann sich zusätzlich auch noch folgende drei Geräte ohne integrierte Telefonanlage näher anschauen:

Zunächst wieder ein High-End-Produkt für den Enthusiasten. Der Linksys WRT3200ACM lässt das Enthusiastenherz höher schlagen und ist für rund 249,-€ zu haben.

 

Ein gutes Mittelklasseprodukt mit allem was man brauchst ist der Netgear R7000 für rund 140,-€.

 

Die günstigste Variante mit allen wichtigen Funktionen ist mit dem LevelOne WGR-6013 für rund 40,-€ zu bekommen.

Diese Liste hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch glauben wird, dass wir für jeden Bedarf das passende Gerät vorgestellt haben und euch so eine gute Grundlage zur Entscheidungsfindung bieten.

Weitere Informationen gibt es auch hier => https://www.deutsche-glasfaser.de/privatkunden/internet/hardware/eigener-router/

Bei weiteren Fragen kommt gerne auf uns zu!

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